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ChatGPT vs. Claude: Welche KI für welche Aufgabe? (2026)

Von Merlin InderbitzinVeröffentlicht am 24. Juli 2026

„Soll ich ChatGPT oder Claude nehmen?" ist die häufigste Frage, die mir in meinen KI-Lektionen in Zug gestellt wird. Die kurze Antwort: Sie machen kaum etwas falsch – beide sind hervorragend. Die längere Antwort ist interessanter, denn die beiden Werkzeuge haben unterschiedliche Stärken.

Was ist der Unterschied zwischen ChatGPT und Claude?

ChatGPT (von OpenAI) und Claude (von Anthropic) sind beide KI-Assistenten, mit denen Sie sich in normaler Sprache unterhalten. ChatGPT hat den grösseren Funktionsumfang – Bildgenerierung, Sprachmodus, Internetsuche – und ist der Alleskönner. Claude gilt als besonders stark beim Schreiben langer, natürlicher Texte und beim Programmieren und ist zurückhaltender bei unsicheren Antworten.

Beide bieten eine kostenlose Version und ein kostenpflichtiges Abo (im Bereich von rund 20 Franken pro Monat), das schnellere und leistungsfähigere Modelle freischaltet. Für die ersten Schritte reicht die Gratis-Version beider Anbieter problemlos.

ChatGPT vs. Claude im direkten Vergleich

AufgabeChatGPTClaude
Alltag & allgemeine FragenSehr gut, viele ExtrasSehr gut
Lange Texte & natürlicher StilGutBesonders stark
ProgrammierenSehr gutFührend
Bilder erzeugenJa, integriertNein
Sprachmodus / InternetsucheJaEingeschränkter
Vorsicht bei UnsicherheitGutSehr zurückhaltend

Welche KI soll ich für welche Aufgabe nehmen?

Konkret, nach Anwendungsfall:

  • Für den Einstieg und den Alltag: ChatGPT – der grosse Funktionsumfang und der Sprachmodus machen den Start angenehm.
  • Für Texte (E-Mails, Berichte, Bewerbungen): Claude, wenn Ihnen ein natürlicher Ton wichtig ist – oder ChatGPT, wenn Sie ohnehin dort arbeiten.
  • Für Bilder: ChatGPT, denn Claude erzeugt keine Bilder.
  • Fürs Programmieren und um eigene kleine Tools zu bauen: Claude – hier ist es besonders stark. Genau darum geht es in meiner Lektion Claude Code.

Muss ich mich für eine entscheiden?

Nein. Viele nutzen beide parallel – die Gratis-Versionen kosten nichts, und je nach Aufgabe greift man zum besseren Werkzeug. Wichtiger als die Wahl des Anbieters ist, dass Sie lernen, gute Aufträge zu formulieren und die Antworten kritisch zu prüfen.

Genau das üben wir gemeinsam an Ihren eigenen Beispielen – an einem Nachmittag, in Ihrem Tempo. Wenn Sie in Zug oder online persönlich einsteigen möchten, finden Sie hier alle Lektionen im Überblick.

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