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KI & Datenschutz in der Schweiz: Was Sie bei ChatGPT beachten müssen

Von Merlin InderbitzinVeröffentlicht am 7. August 2026

KI-Werkzeuge wie ChatGPT sind unglaublich nützlich – aber sobald echte Daten ins Spiel kommen, stellt sich die Frage: Was darf ich eigentlich eingeben? Dieser Beitrag gibt einen verständlichen Überblick für Privatpersonen und KMU in der Schweiz. (Hinweis: Das ist keine Rechtsberatung, sondern eine praxisnahe Orientierung.)

Welche Daten darf ich in ChatGPT & Co. eingeben?

Als Faustregel gilt: Geben Sie nichts ein, was Sie nicht auch auf eine öffentliche Postkarte schreiben würden. Also keine Passwörter, keine AHV- oder Kreditkartennummern, keine Gesundheitsdaten und keine vertraulichen Kunden- oder Personendaten. Allgemeine, anonymisierte Fragen sind dagegen unproblematisch.

Der Grund: Was Sie eingeben, verlässt Ihr Gerät und wird auf den Servern des Anbieters verarbeitet – je nach Einstellung auch, um die KI weiterzuentwickeln. Sie geben die Kontrolle über diese Information also ein Stück weit ab.

Was sagt das Schweizer Datenschutzgesetz dazu?

Seit September 2023 gilt das revidierte Datenschutzgesetz (revDSG). Für den Umgang mit KI heisst das vereinfacht:

  • Personendaten sind geschützt: Sobald Daten einer bestimmbaren Person zugeordnet werden können (Name, Adresse, Kundennummer …), dürfen sie nicht einfach in ein öffentliches Tool wandern.
  • Verantwortlich bleiben Sie: Wer Daten bearbeitet, trägt die Verantwortung – nicht der KI-Anbieter. Als Unternehmen müssen Sie belegen können, dass Sie sorgfältig damit umgehen.
  • Transparenz zählt: Betroffene haben ein Recht darauf zu wissen, was mit ihren Daten geschieht.

Wie nutze ich KI im Unternehmen datenschutzkonform?

Am sichersten fahren KMU mit drei Massnahmen: Daten vor der Eingabe anonymisieren (Namen durch Platzhalter ersetzen), Geschäftsversionen mit Datenschutz-Garantien nutzen (z. B. Team-/Enterprise-Angebote, bei denen Ihre Eingaben nicht fürs Training verwendet werden) und interne Regeln aufstellen, welche Daten erlaubt sind.

Konkrete erste Schritte für Ihren Betrieb:

  • Legen Sie fest, welche Datenkategorien nie in eine öffentliche KI dürfen.
  • Schulen Sie Ihr Team – die meisten Datenpannen passieren aus Unwissen, nicht aus bösem Willen.
  • Prüfen Sie, ob eine geschäftliche KI-Version mit Auftragsverarbeitungsvertrag für Sie sinnvoll ist.

Was ist der häufigste Fehler?

Der Klassiker: Ein Mitarbeiter lädt schnell einen echten Kundenvertrag oder eine Excel-Liste mit Namen hoch, um sie „nur kurz zusammenfassen" zu lassen. Genau das ist der Moment, in dem vertrauliche Daten das Haus verlassen. Sensibilisierung dafür ist wichtiger als jede Technik.

Wie lernt mein Team den sicheren Umgang?

Verantwortungsvoller KI-Einsatz lässt sich lernen und dokumentieren. In meinem Programm KI für KMU geht es genau darum: praxisnahe Anwendungen finden und gleichzeitig Datenschutz und klare Regeln im Betrieb verankern.

Für Teams biete ich das auch als Vor-Ort-Schulung in der Region Zug an. Nehmen Sie unverbindlich Kontakt auf – ich berate Sie gerne.

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